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  • nyxx schrieb neuen Beitrag, (kein Titel), auf der Webseite Digidiary vor 12 Monaten

    Alles dreht sich weiter und in mir sitzt die Angst. Angst um mein Kind, den Mann, die Freunde. Seit Monaten verdränge ich alles politische um mich herum, Terrorwarnungen, Krieg. Das mag egoistisch klingen. Mir […]

    • Lea antwortete vor 12 Monaten

      Ich habe schon lange Angst. Sehr lange. Sehr große Angst. Fühle mich nirgends sicher, gehe nicht gerne zu Konzerten, meide Ansammlungen, gehe zu veranstaltungen zu denen ich gerne würde, bewusst nicht hin. Ich verabschiede mich jeden Tag überschwänglich und bewusst von meinen Kindern, aus Angst sie vielleicht nie wieder zu sehen. Traurig dass ich das so machen muss, aber das ist die Angst des Alltags.

      Und dennoch muss ich sagen, dass mich Berlin erstaunlich kalt gelassen hat. Ich frage mich selbst schon den ganzen Tag woher diese Abgebrühtheit kommt. Aber es berührt mich nicht. Nicht mehr, als jedes andere Unglück auch. Es macht mir nicht noch mehr Angst. Irgendwie war Paris für mich deutlich realer als das hier.

    • Wanda antwortete vor 12 Monaten

      Und genau das ist es, was „sie “ erreichen wollen und auch erreicht haben.
      ANGST – machen / verbreiten.
      Uns klein machen. Dumm und blöd da stehen lassen.

      Sollen wir uns das allen ernst gefallen lassen???
      Sollen wir auf den Kien vor ihnen her rutschen?
      Uns am besten noch vor ihnen verneigen?

      Ich bin betroffen – sehr sogar – doch ich denke, daß es nicht sein, kann daß eine so kleine Gruppe von Krawallos, uns so einschüchtern können sollte!

    • Lilie antwortete vor 12 Monaten

      Liebe Nyxx,

      Ich drücke dich. Das muss ein schreckliches Gefühl sein, ich kann es mir gar nicht vorstellen.

      Alles Liebe,
      Lilie

    • Liebe Nyxx,
      ich kann Dich so gut verstehen! Auch ich bin eher der Verdrängungs-Mensch. Aber wenn wieder genau solche Dinge passieren, beginne auch ich mit dem grübeln. Die Angst steigt hoch. Und ich versuche, sie wieder zu verdrängen. Begleitet von der Hoffnung, dass alles nicht noch schlimmer wird…
      Lieben Gruß

    • Ich kann doch sehr gut verstehen – mir geht es ähnlich. Alle sagen immer, man darf keine Angst haben, die ANgst nicht zeigen. Aber ich habe Angst. Ich fühle mich unsicher, habe tagtäglich Angst, dass etwas passieren könnte. Ich habe ein fürchterliches Misstrauen gegenüber ausländischen Mitbürgern entwickelt, dass ich mich fast schon dafür schäme. Ich habe richtig Panik, dass das alles noch schlimmer wird. Aber was wäre die Lösung? Gibt es überhaupt eine?

      LG Sunshine

    • Lyssa antwortete vor 12 Monaten

      Ich hab die letzten Stunden sehr oft an dich gedacht und daran wie du dich jetzt wohl fühlst. Ich versteh deine Angst, um die die du liebst, denn die erste Stunde hatte ich auch diese Angst um dich…

      Der Akt in Berlin zeigt mir einfach, wir müssen Abschied nehmen von diesem „Ah mir passiert eh nichts“… Ich finde es traurig und es schmerzt mich, was gerade auf der Welt passiert. Zu viel von allem… zu viel Leid, zu viel Angst, zu viel Tod…

      Was ich eigentlich sagen wollte, ja ich versteh deine Angst, doch versuch dich trotz allem – und das sagt sich leicht – nicht von ihr beherrschen zu lassen. Denn genau dann, wenn das passiert, dann haben sie erreicht was sie wollen.

      Ich drück dich fest und denk an dich!

      Viele liebe Grüße
      Lyssa